Wie lässt sich juristisches Wissen so für KI nutzbar machen, dass sie den Anforderungen der Praxis gerecht wird? Diese Frage steht im Mittelpunkt von Legal Cognition. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Modellen, Rechtsquellen und dem Wissen einer Organisation: Wie erhalten Agenten den relevanten Kontext? Wie lassen sich fachliche Vorgaben in ihre Arbeit einbinden und Ergebnisse nachvollziehbar prüfen? Unser Ziel ist eine Infrastruktur, in der juristische Expertise bestimmt, wie KI arbeitet – und Menschen die fachliche Verantwortung behalten.
Evaluation
Verwaltungsrecht im Praxistest
Wir entwickeln einen Benchmark, der KI-Systeme an realitätsnahen Behördenakten prüft – von der Aktenanalyse über den Bescheidentwurf bis zur Klageerwiderung. Im Mittelpunkt stehen juristische Qualität, überprüfbare Belege und die Fähigkeit, auch Fehler der eigenen Behörde zu erkennen.
Bald verfügbar
Vertragsprüfung und Redlining
Der geplante Benchmark untersucht, wie KI-Systeme Vertragsdokumente über mehrere Verhandlungsrunden bearbeiten. Bewertet werden die juristische Qualität, die Einhaltung von Mandantenvorgaben und der Umgang mit Änderungsvorschlägen der Gegenseite – unmittelbar anhand der erstellten Word-Dokumente mit Änderungsmarkierungen und Kommentaren.
Bald verfügbar
Publikationen
Regelbildung ohne Ursprungssubjekt. Künstliche Intelligenz und die Wissensordnung des Rechts
Prof. Dr. Dr. h. c. Karl-Heinz Ladeur und Mansoor Koshan
Welche rechtlichen Fragen entstehen, wenn KI-Systeme zunehmend eigenständig handeln – von Verantwortung und Haftung bis zur Frage nach einem möglichen rechtlichen Status?
Im Rahmen von „Vom Werkzeug zum Akteur – KI-Agenten und ihre Folgen für Wirtschaft, Recht und Gesellschaft“.
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Düsternbrooker Weg 120, 24105 Kiel